Wissenswertes

Was Sie schon immer über Wasser wissen wollten

Die Heil(e) Welt des H2O

Thermalwasser wird in der BRD als Heilwasser betrachtet und fällt unter die Heilmittelverordnung. Somit handelt mattiaqua offiziell mit einem pharmazeutischen Produkt, das regelmäßig durch Pharmazeuten kontrolliert / überprüft werden muss.

Das Zentrum der Therme

Legendär – die Wiesbadener Sage vom Riesen Ekko. Der war einst auf Drachenjagd, fand das Tier aber nirgends. Erst jagte er seine Lanze mehrmals in den Boden, worauf heißes Wasser austrat. Dann fiel er auch noch hin und musste sein Gewicht mit Unterarm und linker Hand im feuchten Boden abstützen. So entstanden der Sage nach Wiesbadens Täler, Hügel und Thermalquellen.

Die fünf Primärquellen laufen im Keller der Kaiser-Friedrich-Therme der Stadt zusammen und werden von dort aus gepflegt / gewartet. Das Thermalwasser wird aus dem Keller der Kaiser-Friedrich-Therme unterirdisch über einige Kilometer in das Thermalbad Aukammtal befördert. Riesig!


Freizeitliches im Lauf der Zeiten

Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen

Die spritzigen Fünfziger

Ein feucht-fröhliches Kind der 50er – das Kleinfeldchen. Dieses beliebte Bad wurde in der Mitte der 1950er Jahre als reines Freibad geplant. Das Hallenbad wurde erst 20-25 Jahre später dazu gebaut.

Mit Angela Maurer, Jenny Mensing und Christian Reichert bringt Wiesbaden gleich drei Olympioniken in verschiedenen Schwimmsport-Disziplinen hervor. Helge Meeuw (Karriere mittlerweile beendet) brachte es zu stolzen europäischen und deutschen Rekordzeiten. Allen dient bzw. diente das Kleinfeldchen als Trainings- und Vorbereitungsstätte.

Opelbad

Wahrzeichen über der Stadt

Das Opelbad auf dem Neroberg wurde 1934 eröffnet. Das große Becken entspricht von den Maßen her keiner Norm. Vielmehr wurden die Maße relativ willkürlich gewählt. Der Name Opel ist in diesem Fall nicht auf das Automobilwerk zurückzuführen, sondern auf die Opel-Stiftung (Familienstiftung). Wilhelm von Opel war seinerzeit Geheimrat, spendete einen Teil und gab der Stadt ein beachtliches Darlehen. Längst steht das Bad unter Denkmalschutz. Heute wäre es undenkbar, an dieser exponierten Stelle so ein Freibad zu bauen. Die Wasserrutsche steht sogar als solche gesondert unter Denkmalschutz.

Freibad Maaraue

Badespaß, wo Rhein und Main zusammenkommen

Ein Platz mit Tradition: Schon Kaiser Friedrich Barbarossa hielt im Mittelalter mit unzähligen Rittern auf der Maaraue Hof. Aber auch heute begeistert die Halbinsel zwischen Rhein und Main viele Besucher, denn das Freibad Maaraue liegt in einem Naturschutzgebiet und ist mit 50.000 qm Liegewiese das größte der Wiesbadener Freibäder.

Henkell-Kunsteisbahn

Kühl und beliebt seit 1972

Eigentlich passend: Kurz vor Weihnachten ging es los. Die Henkell-Kunsteisbahn wurde am 23. Dezember 1972 eröffnet. Ein schönes Geschenk von Otto Hubertus Henkell, dem damaligen Besitzer der Sektkellerei, der 540.000 DM für die Eisbahn spendete, die – sehr partnerschaftlich – auch Zuwendungen von der Stadt Mainz erhielt. Als die beliebte, 60 mal 30 Meter große Bahn aufgrund ihrer veralteten Technik geschlossen zu werden drohte, kam es 2015 zu einer Petition mit zahlreichen Unterstützern, beispielsweise Hans-Jürgen Bäumler oder Marina Kielmann. Sie ist nach wie vor geöffnet.

Freizeitbad Mainzer Straße

Das Freizeitbad Mainzer Straße und die fehlenden 20 cm

Das Freizeitbad Mainzer Straße war das erste große Wiesbadener Hallenbad. Seit der Eröffnung Mitte der 50er Jahre verfügt es über ein 50-Meter-Becken. Allerdings lediglich im Volksmund. Das Becken misst nur rund 49,8 Meter, weshalb es keine wettkampftaugliche Sportstätte ist.

Luft- und Freizeitbad Unter den Eichen

100 Jahre „Lufti“

„Dem Kranken zur Gesundung, dem Gesunden zur Erholung!“ Ein Leitmotiv, das wirklich gut und, wie man heute sagen würden, ganzheitlich ist, zierte den Eingang des „Luftis“, als es am 14. Juli 1921 als „Luft- und Sonnenbad Volkspark“ seine Pforten öffnete. Das Gelände beeindruckte schon damals durch seine Lage, seine Größe mit 34.000 qm sowie sicherlich auch durch das fortschrittliche Konzept mit den – nach Geschlechtern getrennten – Nacktbadeabteilungen.

2021 kann das „Lufti“ auf sein 100-jähriges Jubiläum zurückblicken und seine Beliebtheit ist nicht nur bei Familien mit kleinen Kindern nach wie vor ungebrochen.

Freibad Kallebad

36.000 qm riesiger Sommerspaß

Das Kallebad eröffnete 1970. Die Fa. Kalle spendete seinerzeit 1 Mio. DM. Auch die Warenhauskette Hertie steuerte mit 400.000 DM ebenfalls eine erhebliche Summe bei. Besonders beliebt in der mit 36.000 qm sehr großzügigen Anlage: Die riesige Plantsch-Landschaft für kleine Badegäste.

Kaiser-Friedrich-Therme

Die lange Tradition der Wellness

„Wiesbaden hat einen Drei-Millionen-Palast erbaut, der ohne Zweifel zu den idealsten Denkmälern des gesamten modernen Heilbadewesens zählt, dem Besten, was die moderne Heilkunde auf balneologischem Gebiet aufzuweisen hat.“

Es waren nicht wenige Superlative, mit denen die LEIPZIGER NEUEN NACHRICHTEN am 29. März 1913 die Eröffnung des neuen Badehauses bedachte. 14 Jahre zuvor hatte die Stadt für ca. 2 Millionen Goldmark das Badehaus „Zum Adler“ und das angeschlossene Hotel „Goldener Brunnen“ erworben und sich so die Rechte an der Adlerquelle gesichert. 1906 war dann der von der Zeitung so enthusiastisch beschriebene Neubau für weitere 2 Millionen geplant. Eine weitere, genauere Kostenschätzung ergab 2,68 Millionen Goldmark – und als die Therme dann schließlich fertiggestellt war, kostete sie 3 Millionen. Eine zunächst gewaltige wirkende Summe, die sich aber auszahlen sollte, schließlich waren die Kur-und Badegäste ebenso begeistert wie die FRANKFURTER ZEITUNG, die titelte: „Mit diesem Badehaus hat die Weltstadt Wiesbaden der ganzen heilsuchenden Menschheit ein wertvolles Geschenk gemacht.“ Finden wir noch heute.